Zinnseite bei Floatglas

Fragen/Probleme zum Thema Fusing, Ofentechnik, Glasbiegen, Pate de Verre usw.

Zinnseite bei Floatglas

Beitragvon Britta » 29.07.2013 13:39

Hallo!

Ich habe Glas geschenkt bekommen, zB. Glas welches als Abdeckung bei Bilderrahmen verwendet wird und anderes klares Glas. Ich möchte nun gene wissen, da ich Anfänger bin und nicht weiß wen ich sonst fragen könnte, ob ich dieses Glas (Bilderrahmenglas) zum Fusen benutzen kann. Und wieso ich bei diesen Scheiben keinen Unterschied feststellen kann, welche Seite die fluoreszierende Seite ist. Bei ein paar Stücken (wohl normales Fensterglas) kann ich die Fluoreszenz ganz deutlich sehen, bei den "Bilderrahmengläsern" nicht. Bedeutet das, dass dieses Glas nicht auf einem Zinnbad gelaufen bzw. geflossen ist und dadurch keine fluoreszierende Zinnseite hat? Ich möchte alles richtig machen und nicht die Zinnseite nach oben legen beim Malen mit Puder und Malmedium, weil man mir sagte, dass dann das Puder nicht gut haftet, bzw. das bemalte Glas dann aussieht als würde es eine "keramische Seite" haben. Es soll sich "schöner machen" wenn mann die Zinnseite nach unten legt.



Bin ich da richtig informiert, oder mache ich mir das "Fusing-Leben" einfach nur zu kompliziert?



Mein Zinnseitentester ist übrigens der von Leuchtturm L81, mit 254 nm und er ist neu.

Bezüglich meiner Frage an Euch wg. des "Tempered Glass" habe ich herausgefunden, dass dieses Glas nicht gut zu schneiden bzw. zu brechen ist. Es ist gehärtet. Es soll unkontrolliert brechen. Ich werde es daher nicht verwenden.



Leider gibt es noch keine Information über Floatglas im Glaslexikon. Kann man das noch nachholen?



Ich wäre wirklich froh, wenn dieses mal ein paar Infos kommen würden.

Bitte versucht, auch wenn Ihr Profis seid und keine Lust auf einen Neuling habt, mir einen Rat zu geben.

Ich würde mich wirklich sehr freuen!

Liebe Grüsse an alle "Glasmenschen"

Britta
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Beitragvon Nina » 29.07.2013 21:33

Hallo Britta



Hmm "Tempered Glass" klingt für mich wie ESG (Einscheibensicherheitsglas) und lässt sich wirklich nicht schneiden, es bricht in tausend kleine Scherben. ESG ist eigentlich normales Floatglas welches in einem Speziellen Verfahren Erhitzt und wieder so Abgekühlt wird, aber so dass sich die Glasmoleküle anders zusammensetzen. Dadurch bricht es dann in die tausend kleine Stücke, die fast nicht schneiden können.

Also nicht für deine Zwecke geeignet. :wink:



Mit den Glasline-Farben kenne ich mich noch nicht aus, aber wenn ich die Herstellerbeschreibung richtig verstanden habe, benötigen diese Farben zwei Brände - von daher eher uninteressant für mich.



LG Nina
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Zinnseite bei Floatglas

Beitragvon Britta » 31.07.2013 23:33

Hallo Nina! Hallo natürlich an alle Anderen!



Danke für Deine Antwort! Ich habe "meinen Menschen" schon mit dem Tempered Glas losgescheucht, damit er es beim Sperrmüll um die Ecke entsorgt. Der war echt schwer begeistert!!!



Jetzt hab ich aber noch normales Glas bekommen. Bei einem Teil des Glases kann ich supergut erkennen welches die Zinnseite ist (mit dem Zinnseitentester), aber bei dem anderen Glas kann ich es nicht erkennen.

Es gibt ja noch den Test mit dem Silbergelb. Finde ich aber sehr aufwendig und teuer den Ofen nur zum Testen der Zinnseite anzuschmeißen. Macht das jemand von Euch?



Und dann die Sache mit dem Glasstropfen! Jemand hat geschreiben der verhält sich unterschiedlich auf der Floatglasscheibe je nachdem welche Seite man mit einem Tropfen benetzt.



Wie sollte sich der Wassertropfen denn auf der Zinnseite und wie auf der anderen Seite verhalten?



Ach Mensch, jetzt hab ich dat Zinndingens und ich kanns nicht richtig erkennen.....



Dann das mit dem Glassline. 2 Brände? Ich bin jetzt ganz verunsichert. Ich dachte man kann das Glasline so auf das Glas auftragen und dann einbrennen egal ob beim fusing oder slumping oder tackfusing?!



Liebe Grüße!

Britta
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Beitragvon Nina » 01.08.2013 13:41

Hallo Britta,



Also für das "temperet Glas" hätte ich schon eine Verwendung gehabt, aber egal...



Ja, das mit der Zinnseite ist so eine Geschichte... Angeblich entglast diese Seite gerne - soll ich dir was verraten? Ich scher mich einen Dreck drum - ich hab noch nie getestet, ich hab garkeinen Tester und ich weiß gar nicht was entglasen ist - ist mir noch nie passiert! Ich nehme das Glas so wie es kommt, schneide es, putze es sauber, gebe mein Puder drauf und leg es im Ofen so zusammen wie ich es brauche.

Der Tropfentest... Tja auf der Zinnseite läuft er wohl auseinander und auf der anderen Seite bleibt er stehen - ganz einfach. Das hängt mit der Oberflächenspannung zusammen.

Es gibt da noch andere Tests, aber dazu benötigt man Flußsäure - die ist sehr aggressiv, also lieber nix für Anfänger...



Ja wenn ich die Herstellerangaben richtig verstanden habe benötigt man bei den Glassline-Farben 2 Brände - erst einen Takefuse und dann einen Vullfuse. Beim ersten Brand Werden die Farben lediglich matt - erst der zweite Brand bringt den gewünschten Glanz. Ich habe diese Farben nicht, aber evtl. kann ja unser Björn mehr dazu sagen.



LG Nina
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wg. Floatglas

Beitragvon Britta » 01.08.2013 21:36

Hallo Nina, Hallo Brörn?



Das mit der Zinnseite habe ich von der Frau erfahren, bei der ich gefust habe (und in einem Buch "heißes Glas" stand auch etwas darüber.) Sie sagte, man darf nur von einer Scheibe Floatglas) oder natürlich auch von anderen Scheiben, die a mit der b Seite verschmelzen. Andernfalls soll es sich nicht gut verbinden. Daher dachte ich, ich benötige auch den Zinnseitentester. Wenn man natürlich eine Scheibe hat, aus der man seine Teile schneidet, dann ist es ja kein problem eine a mit einer b Seite zu verbinden. Man weiß halt dann nur nicht ob die Zinnseite nach oben oder nach unten zeigt. Bei der Glasmesse,habe ich von einem Mann der mit Floatglas gearbeitet hat, aufgeschnappt, dass er nur die NICHT-Zinnseite bemalt, die Zinnseite würde einen keramischen effekt mit Glaspuder darauf ergeben.



Björn? Was meinst Du denn dazu???????Zinnseite nach unten beim Malen ? :roll: Wie erkenne ich die Zinnseite sonst noch? A und B Seite ??? Oder soll ich "Zinnseite" aus meinem Kopf scheuchen? :lol:

Was ist mit der Anwendung von Glassline??? Ist es besser lieber Glaspuder für Floatglas mit Malmedium zu benutzen als Glassline?

Ich wollte mir Glassline kaufen, da es ja angeblich mit Bullseye, Artista und Floatglas zu verarbeiten ist.



Ich grüße Euch!



Britta
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Beitragvon Nina » 01.08.2013 22:05

Hm... liebe Britta,



Es kommt im Endeffekt auf deine Börse an, wenn man sich für Artista und Floatglas die verschiedenen Puder kauft, muss man doppelt kaufen, da das eine mit dem anderem nicht kompatibel ist, das soll heißen dass wenn du ArtistaPuder auf Float gibst, kommt es zu Spannungen und es reißt bzw. springt.

Glassline Farben sind wohl auch feiner und von daher besser für die Malerei geeignet.

Viele Für und Wieder... :twisted:



LG Nina
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Beitragvon Björn » 26.08.2013 19:18

Hallöchen,

tut mir leid für meine Verspätung. Aber die Urlaubszeit...... Sonne soweit das Auge reichte in Bayern.............

Thema Zinnseite: WENN du die Zinnseite herausfinden möchtest, dann wohl nur mit einem Tester. Alles andere ist zu aufwendig, giftig, schwierig, teuer usw...

die Sache mit dem Tropfen ist sehr heikel, denn du weisst nie, ob die Glasscheibe in irgendeiner Art behandelt wurde (von denen vielen, die die Scheibe schon alles in der Hand hatten)-Oberflächenspannung :?

wenn du die Zinnseite nach oben legst und dann "abdeckst komplett mit Puder oder Glas, kann die Zinnseite auch nicht wirklich entglasen.

auch hängt diese von deiner Brennkurve ab. bei einer möglichst schnellen Abkühlung z.B. Sturzkühlung hast du gute Chancen auf ein gutes Ergebniss. Aber vorsicht: nicht ZU schnell abkühlen.

Dein Glas, welches du die Zinnseite nicht erkennst, könnte ja auch evtl. kein Float sein. deshalb erkennst du diese auch nicht.

eigentlich habe ich noch nie Probleme mit dem Tester gehabt, die Zinnseite zu erkennen.

wir prüfen unsere Glaser vorm Lackieren, Beschichten usw auch auf die Zinnseite, denn hier hält der Lack nicht so gut.
Also ran an den Ofen !!!



Björn
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Beitragvon Björn » 26.08.2013 19:30

Thema Glassliner Stifte:: die können, müssen aber nicht 2mal gebrannt werden. Das ist grundsätzlich ergebnisswunsch abhängig.

Neu sind diese recht dickflüssig,und ich empfehle diese zu verdünnen.

Ansonsten habt ihr noch die Alternative der normalen Konturenstifte. Leider nur in knapp 6 Farben. aber diese sind meist super einfach und schön im Ergebniss.

Richtig ist, dass diese alle beiden AK unabhängig sind.

und für feinere Konturenstriche sollte man die Metallspitzen verwenden.

siehe hier: Bild

Bild
Also ran an den Ofen !!!



Björn
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