Stromprobleme

Fragen/Probleme zum Thema Fusing, Ofentechnik, Glasbiegen, Pate de Verre usw.

Stromprobleme

Beitragvon koerperglas » 29.05.2008 09:16

Liebe Leute ! Vielleicht kann mir jemand bei folgendem Problem helfen:

Derzeit brenne ich mit einem Keramikbrennofen mit 7,2 Kw. Da ich nun übersiedle, und zwar in ein sehr abgelegenes Gebiet (wunderschön dort), wo die Netzkapazitäten eingeschränkt sind, wurde mir vom Stromanbieter mitgeteilt, dass es nicht möglich ist, 7,2 KW im Taktmodus zu verwenden, da sonst die Anderen am Netz hängenden Haushalte gravierende Stromschwankungen hätten. Ich überlege nun mir einen neuen Ofen anzuschaffen, da ich sowieso mit dem Keramikbrennofen nicht zufrieden bin. Der Stromanbieter hat mir mitgeteilt, dass maximal 3,8 KW aber nur mit 400 Volt im Taktmodus betrieben werden können. Nun habe ich gesehen, dass die kleineren Öfen dann immer mit 230 Volt betrieben werden. Habt ihr vielleicht eine Idee, wie dieses Problem gelöst werden könnte? Gibt es vielleicht auch eine Steuerung , die nicht so oft taktet? Ist der Takt einstellbar, damit längere Intervalle zwischen den Schaltungen sind? Oder kann ein Ofen, der 3,8KW hat auf 400 Volt umgerüstet werden.

Vielleicht fällt euch ja noch eine viel besser Lösung ein - sie sollte nur irgendwie erschwinglich sein.....

:lol:
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Beitragvon Björn » 02.06.2008 19:27

Hallo,

ein schwieriges Thema.

Bei den Fusing-Öfen hast du in der Regel einen sehr genauen Regler angeschlossen (z.B. Bentrup TC88e/TC405-30). Mit dem kannst du Haargenau deine Brennkurve einstellen, dem Ofen ganz genau sagen, was er machen soll.

Wann, Was, Wie lange, so schnell der Ofen kann....

Natürlich sind die kleineren Öfen umrüstbar, bzw gleich mit 400V zu bekommen. Allerdings erhöht sich der KW Wert um ein vielfaches.

z.B. beim Rohde FE 100 52x52x38cm Innenmaß

mit 230V/3,6KW :!:

mit 400V/7KW

:!:
Also ran an den Ofen !!!



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Beitragvon Helga » 27.12.2008 15:14

Hallo zusammen

das beschriebene Problem hat seine Ursache in dem "recht preiswerten" Aufbau der Fusing-Öfen.

Man kann grundsätzlich einen Ofen auf verschiedene Art und Weise regeln. Hochwertige Industrieöfen (und viele Keramiköfen bzw. von Nabertherm auch) haben eine Elektronik die es erlaub je nach erforderlicher Brennkurve tatsächlich den Strom der fließt zu regeln (also von 0% Strom bis 100% Strom) Diese Öfen sind halt leider sehr teuer, aber super genau zu regeln und belasten das Stromnetz nicht so stark.

Die billigeren Alternativen (z.B. Evenheatöfen mit Bentrupsteuerung) lösen das Regelungsproblem in den sie immer 100% Strom auf die Reise schicken, diesen aber nach Bedarf takten - d.h. ein und aus schalten. Das ist in der Tat für anfällige Stromnetze nicht so gut zu verkraften, ist aber eben wie gesagt wesentlich günstiger herzustellen.

Man müsste also den vorhandenen Öfen mit aufwändig umrüsten und auch eine neuen Steuerung (z.B. Eurothermregler) kaufen. oder halt nach einem gebrauchten hochwertigerem Öfen suchen

Grüße

Helga
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